DATEV eG 18.03.2016
Eine Sachverständige, die in einem vom Jugendamt in Auftrag gegebenen Gutachten den hochgradigen Verdacht einer Kindesmisshandlung äußert, handelt grob fahrlässig, wenn sie vorgebrachte alternative Ursachen für den auffälligen Befund ohne jede tragfähige Begründung kategorisch und vorbehaltslos ausschließt. Ansprüche sind gegenüber dem Träger des zuständigen Jugendamtes, welches die Sachverständige mit der Begutachtung beauftragt hatte, geltend zu machen. So das OLG Koblenz (Az. 1 U 832/15).
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